Deutsches Gericht hält anonymes Filesharing für illegal

Die anonyme Dateifreigabe, bei der Daten über vertrauenswürdige Freunde in einem Netzwerk übertragen werden, hat in den letzten Monaten an Bedeutung gewonnen. Ein deutsches Gericht hat nun jedoch entschieden, dass eine Person, die in einem solchen Netzwerk existiert und Daten über ihren Computer an andere Benutzer weitergibt, dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Natürlich ist die Entscheidung des deutschen Gerichts im geringsten absurd und sehr voreingenommen und kontrovers. Die Gerichte scheinen bestrebt zu sein, sich auf die Seite der Anti-Piraterie-Agenturen zu stellen, selbst wenn diese Agenturen unschuldige Benutzer schnappen könnten.

In diesem Fall nutzte die beschuldigte Person das beliebte Filesharing-Netzwerk RetroShare. Über dieses Netzwerk kann eine Gruppe von Benutzern ein gemeinsames Netzwerk erstellen, das sicher und privat ist, und dann verschlüsselte Dateien über dieses Netzwerk freigeben.

Der betreffende Benutzer hat jedoch den Fehler gemacht, ein Anti-Piraterie-Unternehmen als Kontakt in dieses Netzwerk aufzunehmen. Das Unternehmen konnte feststellen, wann der Benutzer verschlüsselte Daten freigegeben hat, die sich als urheberrechtlich geschützte Musikdatei herausstellten. Natürlich wusste der Benutzer nicht, was die Datei enthielt, und die Person, die die Datei tatsächlich gesendet hat, konnte nicht verfolgt werden.

Anstatt zu versuchen, den Ursprung der Akte zu lokalisieren, hat das Gericht einfach die Schuld auf die Person gelegt, bei der festgestellt wurde, dass sie lediglich die Daten weitergibt, und hat entschieden, dass sie keine Songs mehr teilen darf, sonst kann sie zu sechs verurteilt werden Monate im Gefängnis.

Solche Entscheidungen des deutschen Gerichts stellen einen gefährlichen Präzedenzfall dar, der schnell zu einer eindeutigen Verletzung der Grundrechte der Bürger sowie der Grundprinzipien der Gerechtigkeit führen kann.

Höflichkeit: Torrent Freak

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