Google bestraft $190.000 in Deutschland über Street View Service

Google geriet kürzlich in der deutschen Stadt Hamburg unter große Hitze, als die Aufsichtsbehörden entschieden, dass der Suchriese illegal Street View-Daten aufzeichnete. Bei der Erfassung von Daten für seinen Kartendienst hat Google illegal unverschlüsselte Wi-Fi-Netzwerke verwendet, für die jetzt eine Geldstrafe von $190.000 verhängt wurde.


Google Street View

Die Ermittlungen der Hamburger Regulierungsbehörde dauerten rund zwei Jahre, in denen sich Google mit der Aussage verteidigte, dass die Nutzung unverschlüsselter WLAN-Netze unbeabsichtigt sei. Die Verteidigung konnte die Regulierungsbehörde jedoch nicht überzeugen und das endgültige Urteil lautete, dass Google "fahrlässig und unbefugt" die besagten Wi-Fi-Netzwerke benutzt hat.

Der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar: „Dies ist nach meiner Einschätzung einer der gravierendsten bisher bekannt gewordenen Fälle von Datenschutzverstößen. Es sei nie die Absicht gewesen, personenbezogene Daten zu speichern, sagte Google. Dass dies aber dennoch über einen so langen Zeitraum und in dem von uns festgestellten Umfang geschah, lässt nur einen Schluss zu: dass die unternehmensinternen Kontrollmechanismen gravierend versagt haben.“

Trotz des Urteils scheint Caspar mit der Höhe der Geldbuße unzufrieden und hält sie für unzureichend. Er ist der Meinung, dass die Datenschutzverletzungen durch große Unternehmen unvermindert weitergehen würden, wenn datenschutzbezogene Bußgelder auf so kleine Summen begrenzt würden.

Google hingegen hat behauptet, dass die fraglichen Daten von dem Unternehmen nie verwendet wurden und Google bei den Ermittlungen uneingeschränkt mit den Behörden kooperiert hat.

Höflichkeit: LA Times

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